Dienstag, 23. Mai 2017

[Aktion] Gemeinsam Lesen #046


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Rette mich vor dir" von Tahereh Mafi und bin auf S. 201.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Noch 90 Sekunden.
 3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Und da sind wir wieder. Der zweite Teil der "Shatter Me"-Reihe. Den ersten Band fand ich ja nicht so prickelnd. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen an diesen Teil. Aber bisher ist es sogar ganz okay. Juliette nervt noch immer und zieht ihre Buhu-Mitleidsshow ab. Aber ansonsten ist es ganz interessant, weil man mal etwas mehr von den anderen sieht - auch wenn die liebe Protagonistin das zu unterbinden versucht, indem sie ständig nur an ihren Love Interest denkt oder rumflennt. Eigentlich hoffe ich im Moment nur, dass die Konfrontation, die bevorsteht, vielleicht ein bisschen mehr Spannung reinbringt.

4. Wie viele Seiten lest ihr im Durchschnitt in einem Monat?

Zurzeit variiert das extrem. Dieses Jahr liege ich bisher so zwischen 2.000 und 3.000 Seiten. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich generell mehr in der warmen Jahreszeit lese - sonst fallen mir die Finger vor Kälte oft ab - und ich derzeit mit meinem Praktikum deutlich weniger zum Lesen komme. Aber ehrlich gesagt achte ich da auch gar nicht so sehr auf Seiten. Das habe ich früher, aber heute geht es mir mehr um die Bücher. Denn sonst wüsste ich die dünnen Bücher gar nicht richtig zu würdigen. 

Samstag, 20. Mai 2017

[Aktion] Leseausblick #017

Diese Aktion hat Martin von Martins Minds ins Leben gerufen. Jeden Samstag stellt man ein Buch vor, das man als nächstes lesen möchte und beantwortet ein paar Fragen dazu. 

Der Marsianer von Andy Weir

Klappentext:
Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...

1. Warum wolltest du das Buch haben? 
Das hat verschiedene Gründe. In den letzten Wochen wurde es mir irgendwie immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Zum einen hat eine gute Freundin von mir es gelesen und geliebt. Und mein Freund wollte den Film mal mit mir sehen. Aber wenn ich die Möglichkeit habe, lese ich vorher immer lieber das Buch. Und als ich dann die Leseproben (auf Englisch und Deutsch) gelesen habe, war ich hin und weg. Okay, eigentlich vom Englischen. Aber da ich meinen Englischkünsten mit technischen Begriffen nicht so traue, habe ich erstmal die Übersetzung genommen. Wenn es mir sehr gut gefällt, versuche ich's vielleicht auch noch mit dem Original.

2. Wie lange liegt es schon auf deinem SuB? 
Seit Anfang März, also ein bisschen mehr als zwei Wochen. Aber ich bin schon richtig ungeduldig.

3. Warum möchtest du es jetzt lesen?
Eigentlich wollte ich es ja bereits lesen. Ich bin schon ganz hibbelig darauf, aber ich wollte "Rette mich vor dir" vorschieben, weil ich da so wenig Lust drauf hatte, aber bevor ich es wieder nicht lese und zurückgeben muss... Jedenfalls finde ich die Prämisse bei diesem Roman so spannend und wie gesagt: Die ersten Seiten sind extrem verlockend. Hoffentlich sind meine Erwartungen nicht bereits zu hoch gesteckt. :D Aber ich freue mich einfach riesig drauf. Das hatte ich jetzt schon länger nicht mehr und ich genieße das richtig. Vielleicht lasse ich mich auch deshalb noch etwas zappeln...

Donnerstag, 18. Mai 2017

[Neuzugänge] Kaufrausch, Kapitel 2

Hast du drei Tage kein Buch gelesen, 
werden deine Worte seicht.
– Chinesische Weisheit

Ja, ich weiß. Ich wollte eigentlich erst einmal fasten. Aber die Umstände haben mich leider verlockt und deshalb gibt es diesen Monat doch noch einmal Neuzugänge. Dafür bin ich den restlichen Monat über aber brav, versprochen. 

Kauf:

Fränkisches Chili von Susanne Reiche
Letzte Woche war ich mit dem ars vivendi Verlag beim Krimifestival unterwegs und durfte mich dort um den Büchertisch kümmern. Und da ich dann die Gelegenheit hatte, das Buch von der Autorin signieren zu lassen, bin ich schwach geworden. Und immerhin lese ich so auch mal etwas Regionales, auch wenn ich eigentlich nicht so der Krimityp bin.   

Im mittelfränkischen Knoblauchsland wird die Leiche eines erfolgreichen Bauunternehmers gefunden. Seine letzte Mahlzeit: vergiftetes Chili. Während Nürnberg unter einer Hitzewelle stöhnt, ermittelt Kommissar Kastner beharrlich in alle Richtungen – durchaus zum Leidwesen der kühlen Unternehmerwitwe, die mit dem Wirtschaftsreferenten per Du ist und offenbar etwas zu verbergen hat. Von der Arroganz der Mächtigen lässt Kastner sich jedoch nicht einschüchtern – er forscht im noblen Erlenstegen ebenso nach wie bei der Bau- und Umweltverwaltung, denn um die letzten freien Flächen im Norden Nürnbergs toben massive Verteilungskämpfe. Dann gibt eine Vogelscheuche im Armani-Jackett dem Fall eine überraschende Wendung ...

Die Flüsse von London von Ben Aaranovitch 
Dieses Buch - und die ganze Reihe - springt einen in den Buchhandlungen ja förmlich an. Man kann nicht dran vorbeigehen, ohne es zu bemerken. Ja, es ist auch ein Krimi. Aber dieser Roman steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste und London als Setting finde ich immer interessant.

Peter Grant ist frischgebackener Police Constable in London. Eines Nachts wird er nach Covent Garden zum Tatort eines grausigen Mordes beordert. Dort begegnet er einem Geist, der behauptet, Zeuge des Mordes gewesen zu sein. Peters Hang zum Magischen und seine Begegnung mit dem Übernatürlichen ruft den letzten Zauberer Englands auf den Plan: seinen Vorgesetzten, Polizeiinspektor Thomas Nightingale. Der führt Peter in die Grundlagen der Magie ein. Ab jetzt wird Peters Leben um einiges komplizierter.

Zwölf Wasser (1) - Zu den Anfängen von E.L. Greiff 
Die liebe Aleshanee darf sich hier mal an die Nase fassen. Denn diese Reihe hat sie in ihren Geheimtipps erwähnt und mich damit direkt neugierig gemacht. Und da ich die Gelegenheit hatte, bei dtv zu bestellen, musste dieser Reihenauftakt eben auch noch mit. Mal sehen, ob ich Aleshanees Meinung teilen werde.   

Zwölf Quellen – zwölf große menschliche Tugenden: Auf dem Kontinent sind das Wasser und die Menschlichkeit untrennbar miteinander verbunden. Aber eine Bedrohung schwebt über der Welt, denn Quelle für Quelle versiegt. Ein Verlust, der zu gravierenden Veränderungen führt – für das Zusammenleben der Völker und für jeden einzelnen Menschen. Das Böse gewinnt an Macht …

Und wie sieht es mit euch aus? Habt ihr einen der Romane schon gelesen? Wie hat er euch gefallen? Oder liegt er noch auf eurem SuB oder steht auf eurem Wunschzettel? Und was sagt ihr zu (regionalen) Krimis?   

Mittwoch, 17. Mai 2017

[Rezension aus dem Archiv] Sannah & Ham von Tom Ellen & Lucy Ivison

Diese Rezension wurde zusammen mit der lieben Fiorella von Märchen und Pralinen geschrieben.

Titel: Sannah & Ham
Autor: Tom Ellen & Lucy Ivison
Genre: Jugendroman
Erscheinungsdatum: 22.08.2014
Seiten: 400
Verlag: Chicken House
Format: Taschenbuch
ISBN-13: 978-3551520661
Originalpreis: 14,99€

Kurzbeschreibung:
Genau einen Sommer lang brauchen Hannah und Sam, um ein echtes Liebespaar zu werden. Dabei ist bereits die erste Begegnung für beide unvergesslich. Wer verliebt sich schon auf dem Klo? Aber bevor das Schicksal sie endlich zueinander führt, müssen sie peinliche Situationen überstehen und die gutgemeinten, aber hirnrissigen Ratschläge ihrer Freunde umsetzen. Und dann können sie sich - hurra! - vom schrecklichsten aller schrecklichen Albträume verabschieden: womöglich NIEMALS ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. 

Meinung:
Gestaltung des Buches:
Ich
Ich mag die Aufmachung des Buches sehr. Ungewöhnlich ist, dass das Impressum ganz hinten im Buch ist, aber das finde ich nicht schlimm. So muss man nicht ewig blättern bis das Buch auch wirklich beginnt. Zum anderen ist es eine Klappbroschur und die mag ich sowieso sehr gerne, besonders weil der Umschlag dadurch dicker ist. Das Foto auf dem Cover finde ich auch ganz niedlich, auch wenn das Mädchen nicht die gleiche Haarfarbe hat wie Hannah. Das Buch ist sehr speziell aufgebaut. Hannahs und Sams Sicht sind beide voneinander versetzt. Hannah steht links, Sam rechts, das heißt es gibt immer einen größeren Rand auf der linken oder rechten Seite. Praktisch daran ist, dass die Zeilen nicht so lang sind und es den Lesefluss erheblich verbessert. Und außerdem merkt man so immer aktiv, wenn die Perspektive wechselt.

Handlung:
Ich 
Die Handlung ist so alltäglich, dass ich mich manchmal in die beiden sehr gut hineinversetzen konnte. Genau genommen geht es um Liebe, Freundschaft und das Leben an und für sich. Es ist oft witzig, aber manchmal würde man das Buch auch am Liebsten in die Ecke werfen, weil alles mal wieder schief läuft - oder man selbst es einfach so gar nicht nachvollziehen kann. Und so schlittern Hannah & Sam durch die aber witzigsten Ereignisse, mal lustig, mal traurig. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich bei einem Buch das letzte Mal so gelacht habe - ich glaube einmal konnte ich fünf Minuten lang nicht mehr aufhören - oder mit gebrüllt, dass es doch nicht sein könne, dass schon wieder alles schief geht. Normalerweise lese ich solche Arten von Büchern gar nicht. Zugegeben, ich persönlich war nie so ein Mädchen wie Hannah, Stella, Tilly und Grace, aber das heißt nicht, dass man diese Sorgen, die die vier haben, nicht auch irgendwie kennt. Generell ist die Thematik einfach sehr natürlich und auf dem Boden geblieben. Natürlich gibt es auch Punkte, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte. Da werden teilweise Dinge aufgeworfen, die dann plötzlich schnell abgehandelt werden. Und die Charaktere bekommen ihren Mund einfach nicht auf. Auch sehr schade ist, dass das Thema Liebe in der Kurzbeschreibung so in den Vordergrund gestellt wird, aber eigentlich sehen sich Hannah und Sam nur sehr selten und dann passiert irgendwie auch nichts so richtig, nur der Anfang hat es in der Hinsicht in sich. Ab dem Urlaub der beiden Protagonisten geht das Buch langsam den Bach hinunter. Ich hab den gar nicht verstanden. Im Endeffekt war er irgendwie sinnlos. Und eher ein Lückenfüller.

Fiorella 
Klar und einfach. Es passieren keine besonderen Wendungen oder Überraschungen. Es ist ein ganz normaler Abschlusssommer mit leben zweier Teenager. Prüfungsbammel, Abschlusspartys, Urlaub mit den Freunden in Griechenland oder mit den Eltern auf einer natürlich sterbenslangweiligen Insel, danach wieder jede Menge Partys und Dates und nervige Eltern. Für mich bedient sich das Buch sehr vieler Klischees und es war nichts Wirklich neues dabei. Am Anfang fand ich die Handlung noch sehr schön. Sie wird durch witzige Dialoge begleitet, die mich oftmals auch lauthals zum Lachen brachten, dann gab es aber wieder eher langatmige Momente, wo ich mich fragte, welchen Sinn hat diese Seite jetzt im Gesamtkontext? Für mich ist Sannah und Ham gar keine reine Liebesgeschichte, denn die beiden Hauptprotagonisten treffen nicht sehr oft aufeinander und haben sich auch dann nicht viel zu sagen. Ihr sagenhaftes erstes Treffen war noch das Beste. Es ist mehr ein Buch über ein Mädchen und einen Jungen mit sehr vielen Minderwertigkeitskomplexen, die schüchtern sind, sich alles gefallen lassen und versuchen im Strom mit zu schwimmen, und nie auch nur in Erwähnung ziehen die Richtung zu wechseln und ein Individuum zu werden. Beide wünschen sich wie andere zu sein, wie die breite Masse, das Gleiche zu erleben und zu fühlen. Im Laufe des Sommers entdecken sie sich beide selbst, jeder auf seine eigene Art und Weise, lernen mit ihren Gefühlen und dem Erwachsenwerden klar zu kommen, lernen ihre Freunde und sich selbst besser kennen, ehe sie beide einen gemeinsamen recht holprigen Weg einschlagen.

Charaktere:
Ich
Die Charaktere wirken überwiegend glaubwürdig, wenn auch nicht alle - aber das vermutlich eher von den Autoren gewollt - unbedingt sympathisch. Hannah und Sam sind beide Charaktere, in die sich der Leser gut hineinversetzen kann. Sie stehen beide nicht gerade im Mittelpunkt und sind auch eher Bücherwürmer. Das kommt zwar im Buch nur am Rande tatsächlich mal durch, aber man merkt einfach, dass sie nicht so auf Party machen stehen wie die anderen und dass sie...ja, eher auf dem Boden geblieben sind. Auf jeden Fall gab es kein unnötiges Gejammer und selbst die Schwärmereien, die ihnen durch den Kopf gehen, sind gar nicht übertrieben. Allerdings verhalten sie sich manchmal - besonders Hannah - etwas seltsam und wie oben schon erwähnt, ist die Kommunikation im Buch quasi nicht vorhanden. Die Leute reden einfach nicht miteinander, obwohl das die meisten Probleme sofort lösen könnte - und damit meine ich wirklich winzige Probleme. Viele Charaktere bleiben auch eher blass und im Nachhinein hätte man den einen oder anderen auch streichen können. So richtig gemocht habe ich eigentlich niemanden, dass ich ihn ins Herz schließen konnte. Hannah lässt alles mit sich machen, Sam ist ein absoluter Mitläufer, Stella ist unausstehlich, Robin erzählt nur Schwachsinn und die meisten anderen Charaktere haben einfach keine Substanz. Gerade weil nur diese vier Charaktere häufig vorkommen, erfährt man nicht viel über die anderen, obwohl da mit Sicherheit Potenzial gewesen wäre.

Fiorella
Ich konnte mich leider nicht sehr gut in die Protagonisten hereinsetzen. Hannah ist schüchtern, wunderhübsch mit langen blonden Haaren und blauen Augen, hält sich selbst aber für hässlich und unattraktiv. Sie stellt ihr Licht selbst hinter den Scheffel und rückt freiwillig in den Schatten ihrer besten Freundin Stella. Ich konnte ihre Handlungen leider nicht nachvollziehen. Sie lässt Stella alles bestimmen und ärgert sich im Stillen darüber - es gab so einige Momente, da habe ich ihre Freundin gehasst für ihre Art und Weise andere runter zu machen, Hannah zu quälen und es auch noch als süß und liebevoll zu betiteln. Stella ist eine Heuchlerin, egoistisch und nur lieb zu anderen, wenn sie gerade Lust drauf hat. Und Hannah weiß es. Sie möchte am liebsten Stella von ihrer Freundinnenliste schubsen, aber dann gibt sie doch wieder auf, verzeiht ihr. Sie hat keinen sehr starken Charakter. Andrerseits ist sie intelligent und süß und albern und macht gerne verrückte Dinge mit, sie verkleidet sich, ist weder ängstlich noch wasserscheu und ist durchaus ein sehr aufgeschlossener Mensch, wenn sie sich nicht ständig einreden würde, dass sie langweilig sei. Sam ist vom Typus Hannah in männlicher Form. Er hängt mit Jungs ab, die ganz und gar nicht zu seinem Niveau passen und möchte um jeden Preis endlich ein Mann werden indem er seine Jungfräulichkeit verliert. Dabei stellt er sich so unbeholfen an, dass es fast schon wieder lustig ist, wenn ich es nicht so traurig fände, dass er sich selbst so kaputt damit macht. Er ist ein lustiger Typ, der es nur nicht immer offen zeigt. Für mich kam er sehr willenlos rüber, als hätte er kein klares Ziel vor Augen, außer sein Wunsch an die University Cambridge zu gehen. Er knutscht mit wildfremden Mädchen, weil es alle machen und steigert sich schnell in eine erfundene Eifersucht hinein. Die anderen Nebencharaktere fand ich leider mehr blass und lieblos. Von Hannahs besten Freundinnen Stella, Grace und Tilly wusste ich am Ende eigentlich nur über Stella Bescheid. Am Ende muss ich sagen hat sie mir als bösartigen liebeshungrigen Charakter am besten Gefallen. Sie hat ihre Gründe warum sie so geworden ist wie sie ist und sie tat mir manchmal Leid, da sie ganz eindeutig nach der Aufmerksamkeit und Bewunderung hechelt, die sie im Elternhaus nicht bekommt. Grace erschien mir ein bisschen unsicher, aber nett, die auch Geheimnisse bewahren kann und nicht alles an die große Glocke hängt, aber zu Tilly kann ich eigentlich gar nichts sagen. Sams Freunde sind eine spur besser. Robin und Chris. Robin mochte ich. Er war wie ein kleines Mädchen, aufgeregt, ständig im aktuellen klatsch und Tratsch verwickelt - es war sehr amüsant die Dialoge mit ihm zu lesen. Pax und Casper von einem Urlaubsflirt fand ich ebenfalls besser geschliffen, als die Hauptcharaktere. Pax, das ewige Riesenbaby mit keinem eigenen Willen und Casper mein persönlicher Held. Der perfekte Kumpel. Ich mochte ihn wirklich sehr. Mein Lieblingscharakter ist Hannahs Oma. Sie ist mir mit ihrer flippigen, aber herzlichen Art richtig ans Herz gewachsen. Sie ist wirklich die Beste und diesmal nicht aus dem Klischee gegriffen, sondern eine ganz eigene individuelle Persönlichkeit.

Schreibstil:
Ich 
Der Schreibstil war locker. Und auch nicht zu sehr in der Jugendsprache verhaftet, aber genug, dass es nicht zu erwachsen wirkt. Die beiden Autoren harmonieren auch sehr gut miteinander. Man hat jetzt nicht das Gefühl, das man ein völlig anderes Buch liest, sobald die Perspektiven gewechselt werden. Die Trennung der Wörter ist manchmal etwas nervig, was durch den zusammengepressten Textblock leider einfach nicht anders geht. Manchmal war ich wegen der verwendeten Begriffe auch etwas schockiert, aber das passt natürlich super zu Jugendlichen. Dennoch hatte ich gar nicht damit gerechnet und das war erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig für mich - besonders weil selbst Hannah und Sam, die ich eigentlich für etwas kultivierter hielt, ziemlich unartige Begriffe in den Mund nehmen.

Fiorella
Der Schreibstil ist eindeutig für Jugendliche. Der Einfallsreichtum lässt zu Wünschen übrig und pendelt immer mal wieder zwischen Bitch und Ficken hin und her. So etwas mag ich nicht und lese ich auch nicht gern. es hält sich noch in Grenzen, aber dennoch gibt es auch Kreise im Jugendalter, die sich noch mehr Wörter bedienen als Bitch. Selbst Hannah hat in diesem Slang gesprochen, was ich für ein Mädchen mit ihrem Intellektuell nicht sehr passend fand. Schade eigentlich. da hätten die Autoren mehr herausholen können.

Lesespaß: 
Ich 
Im Großen und Ganzen fand ich das Buch in Ordnung. Ich bin doch etwas skeptisch herangegangen. Leider hält der Anfang des Buches nicht sein Versprechen. Wäre das Buch so gut wie noch am Anfang, wäre es mit Sicherheit richtig gut geworden, die emotionale Ebene hat meiner Meinung nach auch gepasst, aber irgendwie läuft alles auf nichts hinaus und am Ende ist man nur enttäuscht. Der Leser erlebt einen ganzen Sommer mit Hannah und Sam und zurück bleibt nur ein bitterer Nachgeschmack, weil es kein richtiges Happy End gibt. Und noch dazu sind Hannah und Stella am Ende wieder Freundinnen und ich bin mir nicht sicher, ob das Hannahs Stärke oder Schwäche zeigt. Ich hatte schon Spaß beim Lesen, aber der wurde mit der Zeit durch Unverständnis ersetzt. Ich bin selbst ein schüchterner Typ Mensch, aber ich würde mich niemals so durch die Gegend schieben lassen. Manche Dinge gehen dann auch einfach unter und bleiben im Gesamtkontext völlig unbedeutend. Da hätte man so viel mehr draus machen können. Spannung: Ich Man erwartet immer, dass endlich etwas passiert und anfangs ist das auch noch berechtigt, aber irgendwie wird die Spannung gegen Ende hin verschluckt und man wartet nur noch, dass endlich mal das ohnehin vorhersehbare passiert.

Fiorella
Am Anfang fand ich das Buch klasse. Es hat zwar keine große Spannung und die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Sam plätschert mehr schlecht als recht vor sich hin, aber es brachte mich in den aus dem Leben gegriffenen Dialogen oft zum Lachen. Es war nicht nur ein Schmunzeln, sondern wirklich offen, laut und echt und das hat mir sehr gut gefallen. Leider flacht es zum Ende des Buches immer mehr ab, sodass auch der Humor sich schließlich verliert und ich das Buch eigentlich nur noch gelesen habe, weil ich wissen wollte, ob das jetzt zwischen Hannah und Sam noch etwas wird oder nicht. Das Ende hat mir gar nicht gefallen. Es ist nicht das große Happy End, wie erwartet, aber genau das was alle wollten. Es ist ein bisschen ernüchternd, dass Hannah nun endlich ihren "Hummer" gefunden hat und dann geht die letzte Seite still und leise dahin und ich dachte mir nur: Was, das soll das Ende gewesen sein?

Mein Fazit:
Es ist ein gutes Buch. Jeder, der Bücher mit besonderer Fixierung auf das Thema Freundschaft und einer Prise Liebe mag, aber nichts tiefgründiges will, kann hier beherzt zugreifen. Es ist witzig und sensibel und ganz anders als man erwartet, sowohl positiv als auch negativ.

Gesamt: 



Inhalt: 3/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Spannung: 2/5
Schreibstil: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

Fiorellas Fazit:
Mir hat das Buch an sich ganz gut gefallen, allerdings bin ich enttäuscht. Ich hatte mir mehr erhofft und etwas Größeres erwartet, nachdem das Buch überall so hochgeschaukelt wurde und auch der Klappentext sehr viel versprechend klang. Ich konnte viel Lachen, aber es gab auch Seiten, die ich überflogen habe, weil einfach nichts passierte! Die Grundidee ist sehr schön, aber ich habe die Logik vergeblich gesucht und hätten die Autoren an der einen oder anderen Stelle vielleicht einen anderen Weg eingeschlagen, dann hätte es mir vielleicht besser gefallen. Schade. Ich gebe dem Buch drei Sterne.

Gesamt:



Inhalt: 3/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 3/5
Spannung: 1/5
Schreibstil: 2/5
Preis/Leistung: 2/5

Geschrieben am: 22.08.14

Zu Fiorellas Doppelrezension kommt ihr hier.

Dienstag, 16. Mai 2017

[Aktion] Gemeinsam Lesen #045


Diese Aktion leiten Summi und Naddlpaddl von Schlunzen-Bücher. Jeden Dienstag stellt man das Buch vor, das man aktuell liest und beantwortet noch eine zusätzliche Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 

Gerade lese ich "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher und bin auf S. 217.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Es kommt mir so vor, als wären wir immer wieder denselben Weg gefahren, seit wir das Rosie's verlassen haben.
 3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich denke mal, dass es so gut wie niemanden mehr gibt, der dieses Buch noch nicht kennt - oder wenigstens die Serie dazu. Von einem davon hat man auf jeden Fall schon gehört - oder es selbst gelesen/gesehen. Ich hab das Buch vor fast zehn Jahren gelesen und damals war ich mäßig begeistert. Aber ich war vermutlich auch zu jung für die Materie. Nachdem ich im April die Serie angesehen habe, wollte ich das Buch auch nochmal lesen, um zu vergleichen wie genau die Serie sich an die Vorlage hält. Und bis jetzt ist das Buch wirklich gut. Ich glaube, viele Stellen wurden sogar 1:1 übernommen.

4. Wie wäre dein Leben, wenn du dein aktueller Protagonist wärst?

Mein Leben an sich wäre recht normal. Clay ist ja ein ziemlicher Durchschnittskerl. Er ist nicht besonders cool, aber auch kein Versager. Nett eben. Alle mögen ihn, aber er ist nirgends wirklich dabei. Stattdessen ist er eher zurückhaltend. Zur Zeit des Buches ist sein Leben allerdings am Abgrund. Immerhin muss er sich anhören, warum ein Mädchen, das er mochte, sich umgebracht hat - und wird auch noch mitunter dafür verantwortlich gemacht. Das ist definitiv kein Spaß und so etwas kann man dann auch nicht einfach vergessen.